Archive for the ‘Ubuntu’ Category

Jaunty notify-osd in Intrepid

Ubuntu Jaunty wird ja eine neue Notification-Anzeige enthalten, die – wie ich finde – wesentlich schicker aussieht. Alex Rybicki schreibt in seinem Blog (dort gibt es auch ein Video), wie man dies auch unter Ubuntu Intrepid nutzen kann. Dazu sind nur ein paar Schritte notwendig, die ich hier mal auflisten will:

cd ~
sudo apt-get install bzr gnome-common automake
bzr branch lp:notify-osd
cd notify-osd
./autogen.sh
make

Nun kann kann man das Ganze mit

killall notification-daemon ;  /home/$USER/notify-osd/src/notify-osd

starten. Das wars es dann auch schon. Um die neue Notification-Anzeige dauerhaft nutzen zu können, muss man sich noch ein Startscript mit dem obigen Befehl anlegen und beim Anmelden mit starten lassen.

Möchte man die neue Anzeige testen, gibt es ein Testscript im notify-osd Ordner, welches man mit

/home/$USER/notify-osd/src/send-test-notification.sh

starten kann. (Dazu muss aber libnotify-bin installiert sein)

Die neue Notification-Anzeige

Die neue Notification-Anzeige

Leider scheint noch nicht alles zu gehen, so nutzt GNOME für die Änderung der Lautstärke immer noch die Standardanzeige. Weiterhin scheinen auch andere Dialoge noch nicht richtig angepasst zu sein. Evolution zeigt mir statt einer Notification ein kleines Fenster an, wenn ich eine neue Mail bekomme.

Naja, bis Ubuntu Jaunty ist es ja auch nicht mehr weit…

GIMP Plugin: Schereneffekt

In den letzten Tagen bin ich bei mericet.de auf ein weiteres GIMP Plugin gestoßen, nachdem ich letztens schon das „Web2.0“-Plugin vorgestellt hatte. Das Plugin, um das es heute geht, dient dazu, um z.B. Screenshots mit einem gezackten Rand zu versehen, d.h. mit einem Schereneffekt.

Das Plugin kann man sich hier herunterladen und speichert es am besten unter

~/gimp-2.6/scripts

Danach muss man noch unter Filter → Script Fu → Skripte ausfrischen das Plugin laden. Nun sollte man im Filter-Menü unter Mericet den Eintrag Crop Screenshot finden.

Wenn man das Plugin benutzt, hat man die Möglichkeit die Tiefe des Einschnittes zu bestimmen, an welchen Rändern er angewendet und ob noch einen Schlagschatten hinzugefügt werden soll. Dabei muss aber vorher die Ebene markiert sein, auf welche der Effekt angewendet werden soll (ist eigentlich klar).

Hier ein Beispiel, angewendet auf meinen Treo:

treocrop

Dateibrowser Applet

Schon länger habe ich nach dieser Möglichkeit gesucht und endlich gefunden: Ein Dateibrowser-Applet für das GNOME Panel. Finden kann man das Applet hier und trägt die entsprechenden Quellen in die /etc/apt/sources.list ein. Aber an Fremdquellen und so denken… 😉

Nun kann mit einem

sudo apt-get install file-browser-applet

das Apple installieren.

In den Einstellungen kann man noch festlegen, welche Orte man im Panel anzeigen lassen will. Ich finde es eine praktische Sache um schnell mal an Dateien zu kommen, ohne den Nautilus öffnen zu müssen.

Dateibrowser Applet

Screenshot des Projekts

Update: Das Applet findet man auch in den universe Quellen, jedoch in einer weniger aktuellen Version. Danke an dé.wé für den Hinweise.

Fernwartung mit NX (II) – Update

Nach einem Tipp in den Kommentaren zu meinem letzen Eintrag habe ich das Script entsprechend angepasst. Jetzt kann man einfach dem Script die benötigten Paramter übergeben und braucht es nicht mehr von Hand anzupassen.

Folgende Parameter müssen dem Script übergeben werden:

  • p – Port des fremden SSH Servers (also nicht der eigene), standardmäßig auf Port 22 gesetzt, optional
  • u – Benutzername
  • h – Host des SSH Servers

Zu finden ist das überarbeitete Script hier.

Zur Anregung habe ich das Script von hier genutzt.

Fernwartung mit NX

Vor einiger Zeit hatte ich schon einmal über den NX Server und die Möglichkeit des SSH Doppeltunnels berichtet. Da ich in letzter Zeit immer wieder mal bei Freunden Hilfestellung in Sachen Ubuntu gegeben habe, habe ich ein kleines Script geschrieben, welches überprüft, ob ein SSH- und ein NX-Server installiert sind und gleich eine Verbindung zu einem vorher konfigurierten Rechner aufbaut. Nun kann man sich einfach mit einer Konsole bzw. einem NX Client verbinden und den nötigen Support erteilen. Dies sieht dann z.B. so aus:

ssh -p 2022 benutzer@localhost

Natürlich kann man sich auch direkt auf den SSH Server des „Hilfesuchenden“ verbinden, doch mit Hilfe eines SSH Doppeltunnels braucht er/sie sich nicht um irgendwelche Porteinstellungen am Router kümmern. Weiterhin kann man damit auch abgeschottete Rechner erreichen,  die die Außenwelt nur über Port 80 oder 443 erreichen (in diesem Fall sollte man den eigenen SSH Server z.B. auf Port 443 laufen lassen).

Hier das Script:

#!/bin/bash
#SSH installiert?
echo "Überprüfe, ob SSH Server installiert ist..."
tester=`dpkg -l | grep openssh-server`
if [[ "$tester" =~ "openssh-server" ]]
then
  echo "SSH Server ist installiert."
else
  echo "SSH Server wird installiert. Wird installiert..."
  sudo apt-get install openssh-server
fi

#NX installiert?
echo "Überprüfe, ob NX Server installiert ist..."
tester=`dpkg -l | grep nxserver`
if [[ "$tester" =~ "nxserver" ]]
then
  echo "NX Server ist installiert."
else
  echo "NX Server wird installiert"
  wget http://64.34.161.181/download/3.3.0/Linux/nxclient_3.3.0-6_i386.deb
  wget http://64.34.161.181/download/3.3.0/Linux/nxnode_3.3.0-12_i386.deb
  wget http://64.34.161.181/download/3.3.0/Linux/FE/nxserver_3.3.0-15_i386.deb
  sudo dpkg -i nxclient_3.3.0-6_i386.deb
  sudo dpkg -i nxnode_3.3.0-12_i386.deb
  sudo dpkg -i nxserver_3.3.0-15_i386.deb
fi

#SSH Tunnel aufbauen
#Port, Benutzer und Rechner anpassen!
ssh -p 123 benutzer@deinRechner -R 2022:localhost:22

Und hier im pastebin.

Dies ist eines meiner ersten Scripte und ich freue mich über Verbesserungsvorschläge.

Blog-Applet für das GNOME-Panel

Gerade eben bin ich hier auf ein Applet gestoßen, mit welchem man schnell und einfach aus GNOME heraus einen Beitrag für seinen Blog verfassen kann.

Das Applet lässt sich über die Paketverwaltung installieren:

sudo apt-get install gnome-blog

Anschließend braucht man es nur noch dem Panel hinzufügen und entsprechend seinen Blog eintragen. Unterstützt werden folgende Blogs:

  • Blogger.com / Blogspot.com
  • Advogato.org
  • Movable Type
  • WordPress
  • LiveJournal.com
  • Pyblosxom
  • Alle anderen Blogs, die die bloggerAPI oder MetaWeblog verwenden

Klickt man auf das Applet im Panel öffnet sich ein einfacher Editor, in welchem man dann seinen Beitrag verfassen kann. Diesen Beitrag habe ich mit diesem Tool gleich einmal verfast. Leider fehlt die Möglichkeit Tags bzw. Kategorien hinzuzufügen.

LaTeX: Tabellen (II) und anderes

Im meinem letzten Beitrag zu diesem Thema habe ich ein paar Sachen aufgeschrieben, welche mir im Umgang mit Tabellen begegnet sind. Heute will ich diese Reihe fortsetzen und nicht nur auf Tabellen eingehen.

Der Tabellenkopf

Ein wesentlicher Bestandteil einer Tabelle ist der Tabellenkopf und dementsprechend trägt er auch zur Übersichtlichkeit der Tabelle bei. In meinem letzten Post  habe ich den Einsatz von \cmidrule kurz vorgstellt, um den Tabellenkopf vom Tabelleninhalt optisch schön abzugrenzen. Wenn man einen langen Spaltentitel hat lohnt es sich diesen umzubrechen. Dies kann man mit der Angabe einer Tabellenbreite in der Tabellendefinition machen:

\begin{tabular}{cp{2cm}c}
...
\end{tabular}

Die zweite Spalte hat dann eine festdefinierte Breite von 2cm, d.h. wenn der Spaltentitel länger als 2cm ist, wird er umgebrochen.

Nun möchte man aber seinen Titel gleichzeitig vielleicht noch fett, zentriert und in einer kleineren Schrift darstellen. Diese ganzen Formatierungen kann man sicher alle mit in die tabular-Umgebung aufnehmen, aber es bietet sich an einen neuen Spaltentyp zu definieren. Das ganze sieht dann z.B. so aus:

\newcolumntype{C}[1]{>{...}p{#1}}

Man legt damit einen neuen Spaltentyp an (mit Namen C) welchem ein Parameter übergeben wird, nämlich p{} für die Spaltenbreite. In die {…} kann man nun seine ganzen Formatierungswünsche packen. Ergebnis:

\newcolumntype{C}[1]{>{\centering\arraybackslash\scriptsize\bfseries}p{#1}}

Mit Hilfe von \multicolumn kann nun der neue Spaltentyp verwendet werden.

\multicolumn{1}{C{2cm}{BlaBla}

Auf diese Art und Weise kann man schnell und einfach neue Typen definieren – für jeden Anwendungszweck.

Das obige Beispiel im Bild:

spaltentyp

Fußnotennummerierung in scrreprt

Ein weiteres Problem auf das ich gestoßen bin, ist, dass die Nummerierung der Fußnoten in scrreprt in jedem \chapter neu anfängt. Um dies zu unterbinden fügt man zu Beginn des Dokumentes folgende Zeile ein:

\counterwithout{footnote}{chapter}

Das war mal wieder eine kurze Zusammenfassung von zwei Sachen, mit welchen ich mich in letzter Zeit beschäftige. Ich freue mich über Anregungen in den Kommentaren. So lange stecke ich ja noch nicht in der Materie drin.

Datenrettung mit foremost

In den letzten Tagen hatte ich es mit einem Datenträger zu tun, dessen Partitionstabelle überschrieben worden war. Eine Analyse mit testdisk hat zwar ergeben, dass die alte Partitionstabelle zwar noch erkannt wurde, aber es leider keine Möglichkeit gab, diese wiederherzustellen bzw. auf die Dateien der alten Partition zuzugreifen. Darauf habe ich mich nach verschiedenen Tools umgeschaut und bin auf foremost gestoßen.

Foremost ist ein Konsolenprogramm zur Wiederherstellung von Daten anhand der Headers, Footers und interen Datenstrukturen. Ursprünglich von der Air Force Office of Special Investigations und The Center for Information Systems Security Studies and Research entwickelt, wurde es der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt.

Bevor man jedoch foremost einsetzt, sollte man unbedingt eine 1:1 Kopie seines (kaputten) Datenträgers machen, um weiteren Verlust vorzubeugen. Ein Image kann z.B. mit dd oder dd_rescue erstellt werden.

Das Programm befindet sich in den Paketquellen von Ubuntu und kann mit

sudo apt-get install foremost

installiert werden. Nach der Installation befindet sich eine Konfigurationsdatei in /etc/foremost.conf. Diese Datei enthält Informationen über die verschiedenen Dateitypen. Nach der Installation sind alle Dateitypen auskommentiert. Man braucht aber nur die Dateitypen zu aktivieren die nicht den folgenden Hinweise enthalten: NOTE THIS FORMAT HAS A BUILTIN EXTRACTION FUNCTION.

Mit

sudo foremost -t all -i /pfad/zum/Datenträgerabbild

kann der Wiederherstellungsprozess beginnen. Der Parameter -t all bedeutet, dass versucht wird alle Dateitypen wiederherzustellen. Die gesicherten Dateien werden im Ordner output des aktuellen Verzeichnisses gespeichert, welcher wiederum für jeden Dateitypen einen Unterordner enthält.

Mit diesem Tool konnte ich einen Großteil der Daten wiederherstellen, wenn auch nicht alle.

„Web2.0“-Effekt mit GIMP

Gerade eben bin ich auf ein nettes Plugin für GIMP gestoßen. Das Plugin macht eigentlich nichts weiter, als das Bild um 45° zu drehen und noch ein paar Effekte hinzuzufügen.

Um das ganze auszuprobieren, muss man sich das Script herunterladen und als „mericet-makeweb20.scm“ im Ordner

~/.gimp-2.6/scripts

bzw.

/usr/share/gimp/2.0/scripts

speichern. Danach GIMP starten und im Filter-Menü unter Script-Fu die Skripte auffrischen. Das Plugin sollte nun im Filter-Menü auftauchen (unter Mericet).

Das Logo aus dem letzten Beitrag sieht nun folgendermaßen aus:

logoeffekt

Schöne Icons mit Inkscape

Heute will ich kurz zeigen, wie man mit ein paar Schritten schöne Icons mit Inkscape gestalten kann.

Zuerst öffnet man Inkscape und zeichnet z.B. einen Kreis. Man kann natürlich auch eine andere Form nehmen. Als nächstes dupliziert man den Kreis (mit Strg+D) und verschiebt ihn an eine andere Stelle. Bei gedrückter Strg-Taste bleibt die horizontale bzw. vertikale Ausrichtung gleich.

2kreise1

Nun bearbeitet man den zweiten Kreis so mit dem Pfadwerkzeug (Umschalt+F6), dass ein Bogen entsteht. Der Bogen ist das Wichtige. Ansonsten muss der Pfad noch geschlossen werden, d.h. am Anfangspunkt wieder enden.

pfadkreis2

Dann markiert man den Kreis und den Pfad (Umschalt gedrückt halten) und wählt im Pfad-Menü Intersektion aus. Das „Reststück“ wird nun weiß eingefärbt und wieder zurück über den ersten Kreis geschoben.

einweisen1

Der nächste Schritt besteht in der Anpassung der Deckkraft. Um einen „Glaseffekt“ hinzu bekommen, empfiehlt sich eine Deckkraft zw. 20% und 30% – je nach Geschmack.

Auf dem Kreis braucht man jetzt nur noch ein Symbol oder Text einfügen. Dabei sollte man darauf achten, dass die Symbol bzw. Textebene zwischen den „Kreisen“ liegt. Jetzt ist man eigentlich schon fertig, doch man kann dem Icon noch ein wenig Unschärfe am Rand hinzufügen. Dazu passt man die Unschärfe bei dem ersten Kreis an.

unscharfe2

So…das war es dann aber auch schon. Fertig ist das Icon!

logofertig1

Im Wiki-Artikel findet man noch viele weitere Links zu Tutorials, die einen Blick wert sind.