CPU Temperatur, Lüfterdrehzahlen etc. mit Ubuntu auslesen

Da heute mein Rechner (vielleicht zum 3. Mal) aus unerklärlichen Gründen sich einfach ausgeschalten hat, habe ich mich auf die Suche gemacht, wie man am besten einen „Hardware-Monitor“ aufsetzen kann.

Jedes Mainboard oder Festplatte hat ja eine Schnittstelle, aus der man die gewünschten Daten auslesen kann. Doch wie geht das unter Ubuntu? Es sind nur ein paar Schritte…

CPU Temperatur, Lüfterdrehzahlen, etc.

Um diese Daten auszulesen, erledigt man folgende Schritte:

  1. das Packet lm-sensors mit sudo apt-get install lm-sensors installieren
  2. danach mit sudo sensors-detect die Sensoren es Mainboards erkennen lassen.
    Die Fragen kann man alle mit YES beantworten, d.h. einfach immer mit ENTER bestätigen
  3. als nächstes noch die Kernelmodule neuladen: sudo /etc/init.d/module-init-tools
  4. und schon kann mit sensors die Daten auslesen
  5. sensors

Natürlich gibt es auch graphische FrontEnds, z.B. lässt sich solch ein Monitor im GNOME Panel intergrieren (sudo apt-get install computertemp) und dann Computer Temperatur Monitor zum Panel hinzufügen.

Panel hinzufügen

Als ich das Tool installiert hatte, hat meine CPU eine Temperatur von zwischenzeitlich 68°C gehabt! Das ist schon fast der Tod für den Rechner… Naja, daraufhin habe ich mir mal den Lüfter angeschaut und erstmal die 3mm Staubschicht auf dem Kühlkörper entfernt. Jetzt läuft er ruhig bei 43°C…

CPU Applet

S.M.A.R.T – Festplattendaten auslesen

Auch hier lässt sich das ganze relativ leicht auslesen:

  1. sudo apt-get install smartmontools
  2. und schon kann man mit  sudo smartctl -H /dev/sda einen Schnelltest machen. Wenn PASSED dasteht, ist der Test bestanden (/dev/sda muss entsprechend angepasst werden). Ich musste noch den Parameter ‚-s on‘ hinzufügen, um S.M.A.R.T zu aktivieren.
  3. mit sudo smartctl -A /dev/sda können die Attribute abgefragt werden. Eine genaue Auflistung findet man in der Ubuntuuser-Wiki
  4. weiter kann mit hddtemp die Festplattentemperatur ausgelesen werden (sudo apt-get install hddtemp)
  5. mit sudo hddtemp /dev/sda lässt sich dann die Temepratur auslesen (/dev/sda muss entsprechend angepasst werden)
  6. Auch hierfür gibt es ein GNOME Panel Applet (sensors-applet)

Quellen: hddtemp, S.M.A.R.T., Hardware-Monitor

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11 comments so far

  1. ★ kornykyano ★ on

    GoooooD!!:)

  2. ichselbst on

    Kleiner Fehler bei Punkt drei: Es sollte „sudo /etc/init.d/module-init-tools restart“ heißen

    lg ichseblst

  3. Marcus on

    Sehr hilfreich!
    Herzlichen Dank an den Verfasser.

  4. Ulf on

    Sehr hilfreich, danke.
    So kann man auf einfachem Wege sehen, ob die Kühlung gereinigt werden muss.

  5. Der PEDA on

    vIELEN dANK DIR!!

  6. Anonymous on

    Danke für die Anleitung. Bei mir werden nur 4 CPU Temp.Werte angezeigt. Mehr leider nicht. CPU ist ein Athlon XII 4850e, Gigabyte GA-MA78M-S2H rev 1.1

    Core0 Temp: +35.0°C
    Core0 Temp: +29.0°C
    Core1 Temp: +40.0°C
    Core1 Temp: +30.0°C

    Die CPU hat 2 Kerne, welche Werte sind die richtigen und wie erhalte ich die restlichen Werte von lm-sensors? Danke.

  7. asdf on

    asdf

  8. Anonymous on

    Ich glaube ich mach daraus ein script oder c programm und lass ihn dann ab und zu mal das script durchlaufen.

    wenn ich es schaffe sollte er dann auch warnen bei mehr als .. grad 😉

  9. Oliver on

    Das veröffentlichen dieses Scripts wäre sehr nett

  10. Anonymous on

    […] […]

  11. antonterharenf1 on

    CPU Temperatur, Lüfterdrehzahlen, etc. Um diese Daten auszulesen, erledigt man folgende Schritte: das Packet lm-sensors mit sudo apt-get … cpcpulfter.wordpress.com


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